Springreiten – Umgang mit stürmischen Pferden

Wer mit seinem Pferd springen möchte, sollte sich erst einmal über einige Aspekte klar sein. Kann ich mein Pferd in jeder Situation kontrollieren? Darunter fällt selbstverständlich auch das man die Gangart selbst entscheiden können sollte und einen genug ausbalancierten Sitz hat. 

Dafür bietet sich vor allem (zu Beginn) Stangentraining an. Dieses schult zum Einen die Balance von Reiter und Pferd aber auch die Trittsicherheit, gleichzeitig ist es aber auch einfach eine gute Vorbereitung. Falls man selbst noch nie gesprungen ist, oder zu wenig Erfahrung hat, empfiehlt es sich immer einen passenden Trainer an seiner Seite zu haben. Zusätzlich sollte noch gesagt werden, dass die Dressur die Grundlage ist und es ohne Dressur kein Springen gibt. Ein Beispiel: läuft das Pferd ohnehin nicht sonderlich über den Rücken, so wird es dem Pferd so gut wie unmöglich sein den Rücken über dem Sprung aufzuwölben. Am Anfang bietet es sich an über Kreuze zu springen, denn diese sind einerseits klein gebaut und andererseits lässt sich damit sehr gut üben die Mitte eines Sprunges anzupeilen. Im Springsattel sind die Steigbügelriemen bis zu fünf Löcher kürzer als bei der Dressur. Denn mit kürzeren Steigbügelriemen wird das Knie angewinkelt und der Reiter kann über dem Sprung leichter in den Entlastungssitz gehen.

Sprünge sollte man immer selbstsicher anreiten, denn die kleinste Unsicherheit überträgt sich sofort aufs Pferd. Springreiten beruht vor allem auf Vertrauen und deshalb sollte man das Pferd auch in manchen Situationen einfach machen lassen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass zu viel Zurückhalten und Klemmen nur dazu führt, dass Reiter und Pferd angespannt werden und nicht mehr ordentlich gesprungen wird, gleichzeitig hat mir meine Stute aber auch schon oft geholfen (wenn man mal zu ungenau an den Sprung kommt oder sich mit den Galoppsprüngen vermetert hat). Um nochmal auf stürmische Pferde einzugehen gibt es hier ein paar Tipps im Umgang mit ihnen:

  1. intensive Lösungsphase, in der das Pferd erst einmal richtig locker wird (besonders im Winter zu empfehlen)
  2. Cavaletti- und Stangenarbeit, dabei ist das Pferd vom Kopf her mehr beschäftigt, als wenn es „stumpf“ einen Parcours oder einzelne Sprünge springt
  3. zwischen den Hindernissen viele Bahnfiguren reiten oder auch Dressurlektionen abfragen
  4. ruhig und entspannt bleiben und viel loben

Zum Schluss habe ich noch einmal eine Parcoursskizze vorbereitet.

  • Grober Richtwert für den Abstand von Schrittstangen: 90cm (gelb)
  • von Trabstangen: 1,30m (rot)
  • von Galoppsprüngen: 3,00m (blau)

 

Liebe Grüße
eure Vanessa

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