Gebisse - Arten und Ermittlung der richtigen Größe

Wenn es im Reisport eine große Auswahl gibt, dann auf jeden Fall bei Gebissen. Material, Größe und Form, auf dem Markt gibt es mittlerweile alles zu kaufen. Doch welches Gebiss ist das richtige für mein Pferd? Und wie kann ich die passende Größe bestimmen? Im folgenden Blogartikel werde ich euch zunächst verschiedene Gebisse vorstellen und am Ende nochmal erklären, wie man die passende Gebisslänge ermitteln kann.

Erwähnenswert ist, dass es sich nicht pauschalisieren lässt, welches Gebiss das Beste für das Pferd ist. Die erste Einteilung erfolgt durch die Art, denn Gebisse gibt es als Stange, einfach- und doppeltgebrochen. Weiter unterscheiden kann man Gebisse an den Materialien, dort gibt es beispielsweise Edelstahl, Kupfer, Aurigan, Nathe und Gummi. Auch bei den Gebissringen gibt es Unterschiede, hauptsächlich kommen die schlichten Ringe vor, aber auch Olivenkopf- und D-Ringe nehmen immer mehr zu, ebenso wie die einfachen Schenkel. Die folgenden Gebisse gibt es in nahezu allen Varianten, also Art, Material und Ringe lassen sich individuell bestimmen, bei den folgenden Bildern geht es um Beispiele

  1. Wassertrense (Bild 2)
    Das Gebiss kennt wohl wirklich jeder, die normale Wassertrense. Es ermöglicht eine weiche Verbindung zwischen Reiter und Pferd und die Einwirkung ist gleichzeitig auch recht präzise. Die einfachgebrochene Wassertrense lässt eine einseitige Wirkung zu, ohne dass sich das gesamt Gebiss verkantet, ist es auch einfacher zu handhaben.
  2. Gummigebiss
    Der größte Unterschied zur Wassertrense ist das Material. Ebenso wie die Wassertrense gibt es das Gummigebiss auch als Stange, einfach- oder dooppeltgebrochen. Meistens sind die Gebisse von innen mit Metall verstärkt. Gummigebisse gelten außerdembesonders maulfreundlich. Die sehr glatte Oberfläche der Kunststoffe ermöglicht ein Gleiten im Pferdemaul und verhindert so den befürchteten “Radiergummieffekt”.
  3. Apple-Mouth-Gebiss (Bild 3)
    Eigentlich ist das Apple-Mouth-Gebiss ein Unterpunkt zum Gummigebiss, aber trotzdem erwähenswert. Bei diesem Gebiss ist lediglich das Material anders. Der dauerhafte Apfelgeschmack soll die Kautätigkeit der Pferde deutlich steigern.
  4. Pelham (Bild 4)
    Das Pelham ist ein Hebelgebiss und nur in Verbindung mit einer Kinnkette sinnvoll. Häufig wird dieses Gebiss von Reiterm im Gelände und beim Springen für heiße Pferde benutzt. Durch die längeren Seitenteile wird bei der Annahme des Gebisses Druck auf das Genick ausgeübt und sollte daher nur von wirklich erfahrenen Reitern mit ruhiger und feiner Hand und gut ausgebildeten Pferden benutzt werden, denn Hebelgebisse sind keine Ausbildungsgebisse.
  5. Kandare
    Die Kandare ist ebenfalls ein Hebelgebiss, aber ein schärferes. Es findet seinen Gebrauch in der Dressurreiterei. Das Kandarengebiss wird in Kombination mit einer Unterlegtrense verwendet und eine Kinnkette wird natürlich auch verwendet, um die Einwirkung des Gebisses zu kontrollieren.

Ermittlung der passenden Gebissgröße (und -dicke)

Gebisse gibt es von 8,5cm für die Kleinen bis zu 18,0cm für die Großen. Häufig sind die Gebissgrößen mit einem Zentimeter Unterschied, allerdings gibt es auch zunehmend "Halbgrößen", dann unterscheiden sich die Gebisse lediglich noch in einem halben Zentimeter. Auch die Gebissdicke variiert, von durchschnittlich 12mm bis zu 18mm. Um die Gebisslänge zu bestimmen, muss man von Maulwinkel zu Maulwinkel messen.

Die ideale Dicke lässt sich nicht so einfach bestimmen, aber prinzipiell gilt, dass dünnere Gebisse schärfer sind als dicke. Ein Gebiss ist aber natürlich immer nur so weich/ scharf wie die Reiterhand. Letztendlich sollte man bei der Gebisswahl auf jeden Fall auch auf den Ausbildungsstand von Reiter und Pferd Rücksicht nehmen. Die Turnierreiter sollten immer an die Bestimmungen der WBO bzw. LPO denken, denn dort stehen explizit die Gebissvorschriften.

Tolle Neuigkeiten!
Ab sofort gibt es im ProCavallinoshop Beris- Gebisse. Besonders an diesen Gebissen ist, dass jedes Metallstück von Hand geformt, geschweißt und poliert wird. Zusätzlich werden alle Gebisse ausgiebig auf deren Zugfähigkeit getestet, dies sorgt für eine hohe Sicherheit beim Reiten. Außerdem sorgt die neuartige Formgebung des Mundstückes für eine bessere Akzeptanz und erleichtert die dosierte Kommunikation zwischen Pferd und Reiter. Die Gebisse bestehen aus lebensmittelechtem Kunststoff und somit nehmen viele Pferde das Gebiss an, speicheln und kauen vermehrt.

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